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Teilprojekt
1 der Humboldt-Universität zu Berlin |
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„Der
Homo Europaeus in Wissenschaft und Politik“ |
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Der Homo Europaeus in der Europäischen
Integration (Arbeitstitel)
Lorraine Bluche,
Doktorandin
Der Teilstudie liegt die Annahme zugrunde, dass die stetig
wachsende Regulierungsdichte auf europäischer Ebene konkreten Einfluss
auf die Lebenswelt und den Alltag der betroffenen Europäer und
Europäerinnen hat. Gleichzeitig wird vorausgesetzt, dass diesen
Verordnungen spezifische Vorstellungen über den europäischen
Menschen zugrunde liegen, die sich u.a. aus wissenschaftlicher Expertise
speisen.
Besonders hoch ist die Regulierungsdichte in der Gemeinsamen
Agrarpolitik (GAP). Richten sich die entsprechenden Verordnungen
an den Landwirt oder die Landwirtin, wird der Europäer als Kulturträger
gedacht, als Erbe einer langen bäuerlichen Tradition, die etwas
spezifisch Europäisches darstellt, das es zu schützen gilt.
Dieser Kulturträger ist im 20. Jahrhundert zum ‚Patienten’ geworden:
ohne politische Unterstützung kann er in der Marktwirtschaft
nicht bestehen – so der Glaube der Entscheidungsträger,
die ihn in hohem Maße subventionieren. Verordnungen im Bereich
der Agrarpolitik zielen aber auch auf den europäischen Konsumenten,
dem man das Bedürfnis nach spezifischen Produkten unterstellt.
Das Dissertationsprojekt wird also der Frage nachgehen, anhand welcher
Maßnahmen, Praxen und Inhalte der Europäer in der Gemeinsamen
Agrarpolitik konstruiert wird.
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